Bilder von der Panoramafahrt Roßfeld

Am Sonntag 13. Juli 25 ist ein voll besetzter Bus, bei traumhafen sonnigen Wetter, ganz früh aufgebrochen in Richtung Salzburg. Da die Reise doch ein bisschen dauert haben wir auf der halben Strecke eine Kaffeepause eingelegt. Ein paar Staus umfahren und so waren wir pünktlich am Ausgangspunkt, der Mautstation, an der Roßberg-Panorama-Str.
Ganz oben am Aussichtspunkt haben wir für 30 Minuten Fotostopp machen können und fast alle haben es wieder pünktlich zum Bus geschafft. Nach einer langsamen und gemütlichen Talfahrt sind wir beim Schwabenwirt in Berchtesgaden zum Mittagessen eingekehrt. Weiter zum Königssee, hier hatten die Gäste knapp 3 Stunden Zeit zur freien Verfügung: Jennerbahn zum Gipfel, mit dem Schiff zur Wallfahrtskirche St. Bartholomä oder einfach nur Bummeln, Shoppen und Eisessen. Aber seht selbst.

Baukunst für die Ewigkeit
Die Geschichte der Panoramastraße

1927-1955

Die Rossfeld Panoramastraße (früher Roßfeldhöhenringstraße) wurde in den Jahren 1937 bis 1940 als östliches Ende der Deutschen Alpenstraße durch die „Staatliche Bauleitung für die Deutsche Alpenstraße“ erbaut.

Die Entstehung der Deutschen Alpenstraße: Von der Idee zur Umsetzung
Die Idee einer Deutschen Alpenstraße wurde zum ersten Mal 1927 von Sanitätsrat Dr. Knorz aus Prien an die Öffentlichkeit getragen. Sie sollte die Quertäler der Alpen zwischen Bodensee und Königssee durch einen geschlossenen Straßenzug längs des Gebirges verbinden, um den Tourismus zu fördern.
Im Jahr 1933 griffen die Nationalsozialisten dieses Vorhaben auf. Im November desselben Jahres wurde mit dem Bau der ersten Teilabschnitte in Inzell begonnen.
Im ursprünglichen Konzept für die Deutsche Alpenstraße war die Rossfeld Panoramastraße noch nicht enthalten, wie das Modell von 1933 und die Karte von 1937 zeigen. Das Ende der Deutschen Alpenstraße war demnach am Königssee vorgesehen.
Die Rossfeld Panoramastraße: Ein technisches Meisterwerk als Abschlussschleife der Deutschen Alpenstraße
Neben mehreren Alternativvorschlägen bezüglich des Endstückes der Deutschen Alpenstraße setzte sich schließlich die Rossfeld Panoramastraße als Abschlussschleife durch. Mit der Planung der Rossfeld Panoramastraße wurde im April 1937 begonnen. Die Arbeiten verliefen ohne größere Probleme erstaunlich rasch, obwohl vierzehn Brücken, 1,6 Kilometer Stützmauern und vor allem umfangreiche Entwässerungsmaßnahmen notwendig waren.
Von Unterbrechung zu Vollendung: Die Folgen des Krieges
Mit Kriegsbeginn wurden die Bauarbeiten eingestellt, jedoch waren sie nach gut fünfzehn Monaten Bauzeit bereits soweit fortgeschritten, dass die Auffahrt nordseitig bis zur Roßfeldskihütte und südseitig bis Ofneralm und von dort auf der im Rohbau fertigen Straße bis zu den Ahornkasern möglich war. Damit waren rund fünfzehn Kilometer befahrbar. Nur die 800 Meter lange Scheitelstrecke über den Hahnenkamm bis zu den Ahornalmen blieb als Baulücke bestehen.
1947 wurden notwendige Sicherungsarbeiten durchgeführt. Der Berchtesgadener Landrat Theodor Jakob überzeugte den Bundesverkehrsminister Dr. Hans-Christoph Seebohm von der Fertigstellung der Straße und Restfinanzierung. Eine bemerkenswerte Leistung, denn die Kriegsschäden im überörtlichen Straßennetz waren enorm und es handelte sich um keine fehlende Verbindung oder verkehrswichtigen Passübergang. 1953 wurden die Bauarbeiten weitergeführt, so dass die Panoramastraße ab 1955 befahrbar war.